Straßen-EM 2016 - Einzelzeitfahren

(FRA/CC)

Do 15. September 2016
Startort:
Josselin
Zielort:
Plumelec
Distanz: 45,5km

Castroviejo endlich obenauf

Jonathan Castroviejo (Spanien) wurde erster Elite-Europameister im Einzelzeitfahren auf der Straße. Nach zahlreichen undankbaren 2. und 4. Plätzen in seiner Spezialdisziplin gab es in Plumelec 2016 nun also den Triumph - 30 Sekunden vor Victor Campenaerts (Belgien) und 39 vor Moreno Moser (Italien). Allerdings standen einige der besten europäischen Zeitfahrer (Dumoulin, Froome, Cancellara, Martin) nicht am Start.

Castroviejo teilte sich das 45,5 Kilometer lange Rennen gut ein und benötigte 58:31 Minuten. Bei der ersten Zwischenzeit war er noch knapp zurück auf dem 4. Platz. Nelson Oliveira (Portugal), der bei beiden Zwischenzeiten noch in den Medaillenrängen lag, musste im Ziel mit dem 4. Platz Vorlieb nehmen, weil Moreno Moser im 3. Abschnitt fulminant aufdrehte.

2016 war die Straßen-Europameisterschaft erstmals offen für die Elite-Kategorie. Der ursprünglich ausgewählte Austragungsort Nizza gab die Gastgeberrolle zurück, nachdem in Nizza gut 2 Monate vor der EM mindestens 86 Menschen bei einem Anschlag ums Leben kamen. Als Ersatzort sprang Plumelec bzw. das Département Morbihan in der Bretagne ein.

3 Tage nach dem Einzelzeitfahren beschließt das Straßenrennen der Männer-Elite die EM in Plumelec. Bereits vor der Männer-Elite fahren Juniorinnen, Frauen-Elite, Junioren und Männer-U23 in Plumelec auf etwas kürzeren Strecken um Gold, Silber und Bronze.

Ergebnis
1. Jonathan Castroviejo (ESP) 58:13
2. Victor Campenaerts (BEL) +0:30
3. Moreno Moser (ITA) +0:39
4. Nelson Oliveira (POR) +0:56
5. Anthony Roux (FRA) +0:59
6. Yves Lampaert (BEL) +1:01
7. Primoz Roglic (SLO) +1:07
8. Nicolas Roche (IRL) +1:14
9. Marcin Bialoblocki (POL) +1:16
10. Anton Worobjev (RUS) +1:16
11. Nils Politt (GER) +1:26
12. Luis Leon Sanchez (ESP) +1:28
13. Sylvain Chavanel (FRA) +1:30
14. Branislau Samoilau (BLR) +1:39
15. Andrej Griwko (UKR) +1:56
16. Stefan Küng (SUI) +1:57
17. Rein Taaramäe (EST) +2:04
18. Steven Lammertink (NED) +2:05
19. Jasha Sütterlin (GER) +2:15
20. Gatis Smukulis (LAT) +2:19
21. Matthias Brändle (AUS) +2:21
22. Ryan Mullen (IRL) +2:31
23. Konstantin Siwtsow (BLR) +2:32
24. Jan Tratnik (SLO) +2:53
25. Fabio Felline (ITA) +3:38
26. Thery Schir (SUI) +3:58
27. Bob Jungels (LUX) +4:10
28. Maxim Belkow (RUS) +4:17
29. Tobias Ludvigsson (SWE) +4:24
30. Alexander Wetterhall (SWE) +4:32
31. Andrej Wasylijuk (UKR) +5:45
32. Alexander Pljuschin (MDA) +5:51
33. Alexander Alexijew (BUL) +6:09
34. Ylber Sefa (ALB) +6:52
35. Polychronis Tzortzakis (GRE) +6:53
36. Paulius Siskevicius (LTU) +7:48
37. Oscar Cabanas (AND) +10:15
38. Julio Pintado (AND) +10:56
- 38 Fahrer klassiert.

Fürs EM-Einzelzeitfahren der Männer-Elite führte die Strecke von Josselin im Nordosten von Plumelec leicht hüglig über 44 Kilometer zur Ziellinie an der Côte de Cadoudal. Die 2 nennenswerten Anstiege lagen im Profil direkt zu Beginn sowie schließlich hoch zur Ziellinie. Der erste Abschnitt des Zeitfahrens wurde in westlicher Fahrtrichtung bestritten, ehe nach einer Wende ein Bogen um Plumelec beschrieben wurde.

Das Einzelzeitfahren der U23-Klasse gewann 2 Tage zuvor Lennard Kämna. Bei den Junioren holten die Medaillen Alexys Brunel (Frankreich) vor Marc Hirschi (Schweiz) und Iver Knotten (Norwegen). Einen niederländischen Doppelsieg gab es bei der Frauen-Elite. Dort fuhr Ellen van Dijk die schnellste Zeit vor Anna van der Breggen. Den 3. Platz belegte die Russin Olga Sabelinskaja. Juniorinnen-Europameisterin wurde Lisa Morzenti vor Alessio Vigilia (beide Italien) und Juliette Labous (Frankreich).

Ergebis U23
1. Lennard Kämna (GER) 33:59
2. Filippo Ganna (ITA) +0:30
3. Remi Cavagna (FRA) +0:35
4. Corentin Ermenault (FRA) +0:50
5. Nathan Van Hooydonck (BEL) +0:51
6. Eddie Dunbar (IRL) +1:00
7. Szymon Rekita (POL) +1:18
8. Artem Nych (RUS) +1:20
9. Tao Geoghegan Hart (GBR) +1:39
10. Senne Leysen (BEL) +1:41
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