Großbritannien-Rundfahrt 2017

(GBR/2.HC) - Siegerliste Großbritannien-Rundfahrt

Et. Startort         Zielort         km   Etappensieger      Leader
1. Edinburgh Kelso 188 Caleb Ewan Caleb Ewan
2. Kielder Water Blyth 211 Elia Viviani Elia Viviani
3. Normanby Hall Scunthorpe 172 Caleb Ewan Caleb Ewan
4. Mansfield Newark 175 Fernando Gaviria Elia Viviani
5. Clecton Clecton 16* Lars Boom Lars Boom
6. Newmarket Aldeburgh 183 Caleb Ewan Lars Boom
7. Hemel Hempstead Cheltenham 186 Dylan Groenewegen Lars Boom
8. Worcester Cardiff 180 Edvald Hagen Lars Boom
*) Einzelzeitfahren

Boom zum 2. Mal Gesamtsieger

Lars Boom (LottoNL) holt den Gesamtsieg bei der Großbritannien-Rundfahrt 2017. Dieses Rennen hatte er 2011 schon einmal für sich entschieden. 2017 war für den Gesamtsieg das Einzelzeitfahren so gut wie alles entscheidend. Von den restlichen 7 Etappen endeten 6 Etappen im Massensprint.

Dass dies auf der letzten Etappe nicht auch der Fall war, konnte man Edvald Boasson Hagen (Dimension Data) verdanken, der als Finisseur noch auf den 2. Platz der Gesamtwertung fuhr, 8 Sekunden hinter Boom und 2 vor Küng sowie 5 vor Campenaerts. Das Zeitfahren hatte Boom vor Campenarts (auch LottoNL), Kirijenka (Sky) und Küng (BMC) gewonnen. Küng kam dennoch im Endklassement aufs Podium, weil er bei Zwischensprints ein paar Bonussekunden holte. Hagen holte davon bei den Zielankünften noch einige mehr, so dass er sein Ergebnis aus dem Zeitfahren wettmachen konnte - außer auf Boom.

Die 1. Etappe der Großbritannien-Rundfahrt 2017 gewann Caleb Ewan (Orica) im Massensprint. Fast wie auf einer Perlenschnur aufgereiht passierten neben Ewan leicht versetzt Edvald Boasson Hagen (Dimension Data) und Elia Viviani (Sky) die Linie. Den Sprint hatte Mezgec für Ewan angefahren. Doch Hagen trat zuerst an. Er schwankte auf grobem Kopfsteinpflaster wild hin und her und fuhr beinah seinem Landsmann Kristoff (Katusha), der den 4. Platz belegte, in die Parade. Ewan ging kurz vor der Linie an Hagen vorbei.

Auf der 2. Etappe zog Edvald Boasson Hagen im Massensprint von der rechten auf die linke Straßenseite zum Sieg. Er sprintete weniger sanktionionswürdig als am Vortag. Aber Viviani fühlte sich an der linken Bande behindert, hob den Arm, und Hagen wurde distanziert. So kam Viviani zum Sieg vor Groenewegen (LottoNL) und Gaviria (Quick Step).

Erneut kein Happy End gab es für Boasson Hagen auf der 3. Etappe, als er sich Caleb Ewan um eine halbe Vorderradlänge geschlagen geben musste. Im Sog der beiden belegte Kristoff den 3. Platz, während die nächsten Fahrer nicht in der Liga der Top-3 des Tages spielten.

In einem weiteren Massensprint wurde auf der 4. Etappe Fernando Gaviria von seinem Team lanciert und behauptete eine halbe Vorderradlänge gegen Viviani. Kristoff und Groenewegen waren auf der Ziellinie auch nah dran.

Das 16,2 Kilometer lange Einzelzeitfahren der 5. Etappe gewann Lars Boom in 19:02 Minuten. Er war damit 6 Sekunden schneller als sein Teamkollege Campenarts. Den 3. Platz belegte Kirijenka - 7 Sekunden hinter Boom, eine Sekunde vor Küng, 4 vor van Emden (LottoNL) und 5 vor Tony Martin (Katusha). Auf dem 16. Platz war Boasson Hagen eine halbe Minute langsamer als Boom.

Auf der 6. Etappe ging hinter der letzten Kurve eine kleine Lücke hinter Ewan auf, der hinter Gavirias Sprinthelfer saß. Ewan nutzte dies und trat früh an. Gaviria kam nicht mehr in den Windschatten des kleine Australiers. Mit ebenso viel Rückstand auf Gaviria belegte Groenewegen den 3. Platz, dicht gefolgt von Kristoff.

Auch die eigentlich hügelige 7. Etappe endete mit einem Massensprint. Diesmal setzte sich Groewegen vor Ewan und Brenton Jones (JLT Condor) durch. Edvald Boasson Hagen, in der Gesamtwertung 20 Sekunden zurück, hatte eine Schlussoffensive versucht. Doch einen Kilometer vor dem Ziel war die Gefahr für den Gesamtführenden Boom gebannt.

Auf der 8. Etappe kam Edvald Boasson Hagen doch noch zu seinem Sieg, fast sogar zum Gesamtsieg. Aus dem ersten Feld attackierte er in der Schlussphase zunächst mit 3 Begleitern, dann gut 3 Kilometer vor dem Ziel als Solist. Auf den einmal mehr regennassen Straßen verteidigte er ein paar Radlängen Vorsprung vor Richeze (Quick Step), der mit einem sehr langen Sprint zur Aufholjagd auf der Zielgeraden blies. Den 3. Platz belegte Kristoff. Boom profitierte am Ende davon, dass andere Teams den Sprint bereiten wollten und Hagen deswegen zumindest keine 8 Sekunden Vorsprung herausfuhr. Edvald Boasson Hagen brachte sich jedenfalls nachhaltig ins Gespräch für die Rad-WM, die 2017 in seinem Heimatland stattfindet.

So 3. bis So 10. September
Endklassement OVO Energy Tour of Britain 2017
1. Lars Boom (NED) - LottoNL-Jumbo 30:56:24
2. Edvald Boasson Hagen (NOR) - Dimension Data +0:08
3. Stefan Küng (SUI) - BMC +0:10
4. Victor Campenaerts (BEL) - LottoNL-Jumbo +0:13
5. Michal Kwiatkowski (POL) - Sky +0:18
6. Jos van Emden (NED) - LottoNL-Jumbo +0:18
7. Geraint Thomas (GBR) - Sky +0:24
8. Tony Martin (GER) - Katusha-Alpecin +0:25
9. Owain Doull (GBR) - Sky +0:33
10. Ryan Mullen (IRL) - Cannondale-Drapac +0:38
11. Joey Rosskopf (USA) - BMC +1:02
12. Jonathan Castroviejo (ESP) - Movistar +1:02
13. Nils Politt (GER) - Katusha-Alpecin +1:04
14. Silvan Dillier (SUI) - BMC +1:05
15. Alexander Kristoff (NOR) - Katusha-Alpecin +1:05
16. Imanol Erviti (ESP) - Movistar +1:21
17. Reto Hollenstein (SUI) - Katusha-Alpecin +1:23
18. Maximiliano Richeze (ARG) - Quick Step Floors +1:27
19. Karol Domagalski (POL) - One +1:30
20. James Oram (NZL) - One +1:30
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